In diesem Zwei-Personen-Stück hat Bernadette – mehr oder minder mit der Zustimmung ihres Bruders Friedrich, mit dem sie zusammenlebt – die gemeinsamen Eltern zum Abendessen eingeladen. Da diese sich, wie gewohnt, verspäten, haben die Geschwister genügend Zeit sich am festlich gedeckten Tisch auszutoben: Sie parodieren ihre Eltern, machen sich über deren Lebensweise und Werte lustig und fragen sich letztendlich, warum sie die beiden überhaupt eingeladen haben – das Ganze ist doch eh zum Scheitern verurteilt und endet mit einem Streit! So kommt es, dass sie sich, als die erwarteten Gäste endlich eintreffen, einfach auf dem Boden legen und tot stellen. Diese Aktion soll aber nicht ohne Folgen bleiben: im weiteren Verlauf stoßen die beiden Lästergeschwister ungewollt an ihre Grenzen, müssen sich mit sich selbst, mit der Liebe von und zu ihren Eltern und mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen. Allerdings nie ohne die nötige Portion (schwarzen) Humors und der gewissen Prise an Exaltiertheit.